Massenaktionen gegen Braunkohle – für ein Klima der Gerechtigkeit!

Blockaden von „Ende Gelände“ rücken näher

11.08.2017

Der Ausstieg aus der Braunkohle für eine klimagerechte Welt ist längst überfällig. Deshalb ruft Attac als Teil des Bündnisses „Ende Gelände“ vom 24. bis 29. August 2017 zu massenhaften Blockaden des Tagebaubetriebs im Rheinischen Braunkohlerevier auf. Eingebettet sind die Aktionen in zahlreiche weitere Proteste, Klimacamps und Workshops der Degrowth-Sommerschule, die bereits am 18. August beginnen.

Kohle stoppen, Klima schützen

Der Klimawandel geht uns alle an. Vor allem in Ländern des Südens verschärft er die soziale, ökonomische und politische Situation. „Wenn wir die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindern wollen, dann müssen wir umgehend aus fossilen Energien aussteigen“, betont Dorothee Häußermann von der Attac-AG Energie, Klima, Umwelt. „Schon heute sind die Nachrichten voll von Waldbränden, Wassernotständen und Überflutungen. Doch am stärksten treffen Extremwetterereignisse und Hungersnöte Menschen in den Ländern des Südens, was allen Anstrengungen für globale Gerechtigkeit zuwiderläuft“, so Häußermann weiter.

Ein Blick auf die Wahlprogramme der Parteien aber zeigt: Ein sofortiger Kohleausstieg ist nicht wählbar. „Darum müssen wir selbst aktiv werden. Angesichts der Dringlichkeit des Klimawandels ist ziviler Ungehorsam das Gebot der Stunde. Ruhig und besonnen, ohne Menschen zu gefährden, stellen wir uns dem zerstörerischen Braunkohleabbau in den Weg“, sagt Maria Wahle aus dem Koordinierungskreis von Attac Deutschland. Tausende von Menschen besetzten in den letzten zwei Jahren erfolgreich die Kohleinfrastruktur in der Lausitz und im Rheinland.

Die Camps, Aktionen und Blockaden im Überblick

  • Vom 18. bis 29. August schlagen gleich drei Klimacamps ihre Zelte auf: Das camp for [future], das Klimacamp im Rheinland und das Connecting Movements Camp.
  • Bei der Degrowth-Sommerschule vom 20. bis 23. August geht es in mehrtägigen Kursen um Alternativen zu einer kapitalistischen Wirtschaft.
  • Am 20. August, 15 Uhr, findet in der Erkelenzer Stadthalle die Podiumsdiskussion „Was kommt nach der Braunkohle?“ statt – u.a. mit einem Vertreter der Gewerkschaft IG BCE.
  • Vom 24. bis 29. August 2017 ruft das Bündnis „Ende Gelände“ zu den Aktionen zivilen Ungehorsams im Rheinischen Braunkohlerevier auf.
  • Eine Demonstration zieht am 26. August eine symbolische „Rote Linie“ zum Schutz des Hambacher Forstes, der vom Tagebau bedroht ist.
  • Weitere Aktionen findet ihr hier.

Attac bei „Ende Gelände“

Alle Attac-Aktiven und Interessierten laden wir zum Vernetzungstreffen ein, wo wir unsere Aktivitäten während „Ende Gelände“ koordinieren möchten. Wir treffen uns am 23. August um 18 Uhr vor dem Infozelt im Klimacamp.
Ihr wollt noch früher aktiv werden? Die Attac-AG Energie, Klima, Umwelt und Attac Köln freuen sich über Unterstützung: eku@attac.de.

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"Ende Gelände" 2016: Tausende machen sich auf den Weg, um den Braunkohletagebau in der Lausitz zu blockieren

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